. .

Inhalt 2011

Brötle am 2011-12-11

Text: Chef

Mir war schnell klar, dass ich Mountys Einladung seine diesjährige Weihnachtsbrödle Kreation zu testen Folge leisten würde. Meine Sucht nach kulinarischen Hochgenüssen, die in unserem Universum sonst nirgends zu finden sind, ist einfach zu groß. Eine Sucht, die übrigens die meisten Belchenstuermer mit sich rum schleppen. Hut ab vor tam, der bis kurz vor der Abfahrt zu Mounty seine Sucht noch unterdrücken konnte und sich nicht sicher war ob er mit soll. Ich mache es kurz, auch er wurde schwach.

Durch ein willkommenes Loch im Raum-Zeit-Kontinuum zwischen Kandern und Steinen schafften wir es, doch nicht all zu spät in Hasel ein zu treffen, obwohl es schon dunkelte und die Sterne zwar noch nicht funkelten aber doch schon bereit dazu waren. Keine Ahnung ob all überall auf den Tannenspitzen gold'ne Lichtlein blitzten - die Konzentration war ganz auf den anstehenden kulinarischen Hochgenuss ausgerichtet. Ein Tässchen Kaffee für jeden hatte Mounty natürlich schnell bereit gestellt, damit wir sagen konnten wir waren zum Kaffee da. Schnell wurde klar, dass es schwer werden würde von jeder Sorte eins zu probieren. Eins besser als das andere. Jeder hatte seine Vorlieben, aber die Kissinger Brödle waren bei allen ganz vorne mit dabei.

Mounty zeigte uns dann noch was es an der Spiele Messe für Neuigkeiten gab. Jede Menge Geduldsspiele zum Beispiel. Herrlich diese Cola Flasche mit der Metallkugel drin, die man aus der Flasche buxieren sollte. Wir knobelten und gaben alles, mussten aber schließlich kapitulieren. Gut dass Mountys neuer Indoor-Hubschrauber noch da war. Wenn wir schon nicht mit dem Zweirad her flogen, dann flogen wir zumindest durch Mountys Wohnung. Also wer noch was für unter den Weihnachtsbaum sucht, findet bei Mounty immer eine neue Idee.

Nachdem der Blutzuckerspiegel wieder auf unter 50% (Anteil Zucker im Verhälnis zum restlichen Blut) gesunken war wagten wir die Heimfahrt durch finsteren Tann. Wir kamen auch an.

So dann... Mounty, wir danken Dir und verneigen uns vor deinen Künsten.

Bilder in der Galerie

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Freikarten verbaden am 2011-11-27

Text: tam

Von Joe hatten einige von uns noch Freikarten für das Bad in Schinzach, allerdings nur noch bis Ende 2012 gültig, also weichten Chef, tinu, Ingolf und ich an einem herrlich sonnigen Tag unsere geschundenen, alten Knochen in warmen schweizer Thermalwasser ein.

Anschließend hat tinu noch ne Runde Kuchen spendiert damit wir nicht nur sauber und entspannt, sondern auch nicht hungrig den, zumindest für mich, länglichen Heimweg antreten konnten.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Herbschtfährtle am 2011-10-30

Text: Beeze

Der Chef sprach "mir geht es heute schon besser, denke ich komme morgen mit" und war damit wie tam, Gerhard et moi das kleine, feine BSTTeam das sich heute am kleinen Herbschtfährle vergnügte. 280 km durch die Vogesen, bei angenehmen Temperaturen von ca. 12-16 °C, fantastisch bunten Wäldern, leeren Strassen. Einfach GOOOOooooiiil.

Memo to myself 161 - 128 = 33 MEILEN
33 x 1.6 = 53 km

Wenn man mit ca 3 l Sprit (Reserve) weiter kommen will als 53 km sollte man etwas langsamer fahren als wir heute das Stück zwischen dem Grand Ballon und Illzach. Wenn man aber zuversichtlich ist, das einem der Sprit schon bis zur nächsten Tanke reichen wird, dann kann man ruhig drei offene Tankstellen ignorieren, denn der Sprit geht einem ja immer genau an der Höhe einer Autobahnausfahrt aus (eben Illzach). Das Tempo reicht dann auch immer genau um noch die Ausfahrt hinauszurollen und man findet sich dann immer in einem grossen Einkaufskomplex wieder. Der Motor ist jetzt aus, Moppedquerlegen bringt bei einem Einspritzer auch nicht viel, aber unter zuhilfenahme des Chokes schafft man immer den nötigen U-Turn und findet dann die richtige Einfahrt des eher grossen Carrefour-Supermarktes. Riesentanke ,16 Säulen und oh wunder, die akzeptieren sogar Kreditkarte. Ich hatte schon gedacht ich müsste wieder Frösche sammeln gehen oder was die da sonst so als Zahlungsmittel akzeptieren. Dann WFO über .fr Bahn gen Schweiz, aufgrund des etwas abgefahrenen Hinterreifens (TM) über einen kleinen local Grenzübergang rübergemacht, in Basel dann mal wieder geblitzdingst worden, wieder aus dem Tunnel raus, ich brauch glaube ich mal ne Gleitsichtbrille.

Wer nicht dabei gewesen ist darf sich ärgern, es war die übliche nette kleine Stürmerrunde.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Odenheim 2011 vom 2011-07-30 bis 2011-07-31

Text: tam

Um mal wieder ganz legal abseits den Straßen mit unseren Enduros ein bisschen im Dreck und Schlamm spielen zu können, haben wir beim MOTORRAD actionteam die Veranstaltung in Odenheim 50402EWO-11 von 30.07.2011 bis 31.07.2011 gebucht.

Beeze, Germar, Michael und ich machten uns am Freitag Abend mitsamt den Moppeds auf den Weg in's äußerste Nordbaden. Ingolf fuhr bereits einen Tag vorher mit seinem Wohnmobil vorweg um uns am Gelände des MSC Odenheim zu treffen. bst üblich waren unsere Dosen randvoll mit Verpflegung der feinen Art. 6 kg Fleisch [tm] in 350 g Stück bis zu 5 cm dick geschnitten, Bratapfel- und Zwetschenkuchen mit Zimtsahne und Brot [tm] von Mounty gesponsort. Grill, Kaffeemaschine, Frühstück, Zwischanmahlzieten, Snacks, Obst, Zäpfle, Weizen ... um es kurz zu machen, abgenommen hat - trotz nicht unerheblicher köperlicher Tätigkeit - bestimmt keiner.

Ziemlich genau um 19 Uhr haben wir und ein schönes Plätzchen im Fahrerlager beschlagnahmt um gleich mit den Aufbau von Zelt, Pavillon, Grill usw zu beginnen, dann war heute nichts mehr zu tun als zu feiern. Der Freitag war social event, Einstimmung und zur Steigerung der Vorfreude - Germ demonstrierte uns wieder einmal seine Grillkünste und präsentierte uns wie immer perfekt gegrillte Rindersteaks, und das war dieses Mal nicht einfach, denn wie bereits gesagt, die Lumpen waren zum Teil 5 cm dick. Gut gesättigt legte ich mich dann so um halb zwei in mein Zelt und verbrachte eine erstaunlich ruhige Nacht. Ich hab irgendwie mit Soundcontests oder anderen Bespaßigungen der Besoffolowskis gerechnet, aber nix, gar nix. Ich hab noch nicht mal die Ohrstöpsel gebraucht. Auch gut.

Am Sa. morgen war ich schon um Viertel nach sieben fit und da der Orga-Stand von MOTORRAD auch schon offen war, hab ich mich gleich in die Gruppe 8 eingeschrieben. Ich war ausnahmsweise Mal der erste auf der Liste. Gruppen gab's insgesamt vier. Anfänger bekamen die "9", Fortgeschrittene "8", Profis "7" und die Kinder, die ihre eigene, kleine Strecke hatten die "5" als Aufkleber für's Mopped. Beeze holte sich auch ne "8", alle anderen, inklusive Gerhard, der mittlerweile auch hier war, eine "9". Eine Gruppe war immer für 20 Minuten auf der Strecke, also die "7" immer zur vollen Stunde, die "8" um 20 nach und die "9" um 40 nach, so hatte man nach den 20 Minuten mindestens immer 40 Minuten Pause, hört sich jetzt viel an, aber die sind ruck-zuck rum.

Unsere "9"-er gaben sich um 10 Uhr gleich mal den Einführungslehrgang, Beeze und ich stürzten uns 20 Minuten später das erste Mal auf die Cross-Strecke. Erstmal schön langsam die Strecke begutachten, dann das Tempo erhöhen und Spaß haben. Und den hatten wir. Runde für Runde, Turn für Turn fand ich mich immer besser auf meiner 690 zurecht und versuchte, mit Erfolg, meine Schwächen zu verbessern. Meine Sprünge wurden kontrollierter und weiter, die Kurventechnik, von Gio in Villars persönlich erklärt bekommen, versuchte ich genau so umzusetzen. Die Strecke war für mich als Laie in einem guten Zustand, die Bewässerung, die zwei Mal am Tag angestellt wurde, erzeugt zwar das eine oder andere Matschloch, aber ich sah das als Herausforderung, nicht als Hindernis - dafür staubte es an machen Stellen so, dass man den Kollegen 2 m vornedran nicht mehr sehen konnte. Hat auch einen gewissen Reiz.

In der Mittagspause wurde der Kurs auf die Enduro-Variante umgesteckt. Das heißt, die Cross-Strecke bekam an vielen Stelle eine Abzweigung in mehr oder weniger knifflige Sektionen mit deutlichem Enduro-Charakter, sprich enge, steile Auf- und Abfahrten, enge Kehren usw. Praktischerweise hatten diese Sektionen jeweils eine Experten - und Anfängeroption, so dass jeder nach eigenem Gusto oder Können seine erdigen Phantasien ausleben konnte. Diese Art der Strecke gefiel mir übrigens besser. In den Pausen konnte man immer schön den anderen beim Fahren zusehen, so verging der Fahrtag rasch und wir machten das, was wir noch besser als fahren können, nämlich bei Rindersteaks und Kuchen darüber reden. Ab 21:30 Uhr war unten am Clubheim noch ein Dia-Vortrag, den ich mir allerdings nicht gegeben habe, eventuell kann Ingolf dazu was schreiben.

Am Sonntag wurde ich etwas später wach, und das obwohl ich locker zwei Stunden früher in den Schlafsack gekrochen bin als tags zuvor. Da noch keiner wach war holte ich mir gut erholt erst mal einen Kaffee unten im Clubheim ab. Dort traf ist auch gleich Michael und Gerhard, unsere beiden Nachtarbeiter sind natürlich schon viel früher wach und haben im Clubheim das Frühstück schon hinter sich. Ich bin aber gleich wieder hoch um dann die restliche Bande sanft aus den Träumen zu begleiten - sprich an Germs Bus gewackelt und bei Ingolf die Schiebetür vom WoMo aufgerissen. Dann bst Frühstück unterm Pavillon, schön mit Illy Kaffee aus Beeze' Edelstahl-Bialetti. Unsere "9"er, außer Ingolf, der beschloss den morgen zu entspannen und gar nicht erst auf den Enduro-Kurs zu gehen, besorgten sich anschließend bei der Rennleitung ne "8" - so dass wir alle, in der gleichen Gruppe starten. Nach dem ersten Turn tauschen Michael und Germ die "8" wieder reumütig gegen die "9", zu schnell sei es gewesen, find ich gut, wenn man sich eingesteht, dass man noch Trainingsrückstand hat. Gerhard stellte nach zwei Runden bei den Fortgeschrittenen das Fahren bis auf weiteres erstmal ein, so dass Beeze und ich wieder alleine in der Gruppe 8 waren.

Quasi unser Zeltnachbar, da war nur noch das Zelt vom Roten Kreuz dazwischen, war ein Beta Motorrad Stand. Dort konnte man sich Trialmaschinen, kleine Wander- und echte Sportenduros völlig unkompliziert ausleihen. Einmal Name und Unterschrift und man konnte den ganzen Tag aus dem vollen Programm auswählen. Ich schnappte mir nacheinander die 2011er 450, danach die 350 und 498 2012 Enduros, und fuhr mit allen drei jeweils einen 20 Minuten Turn auf der Enduro-Strecke. Was und wie einfach ich da mit der 350er hingebracht habe, war eine wahre Freude für mich. Unglaublich wie einfach die zu fahren war. Die 498 hatte ich direkt danach, die war mir eindeutig zu stark, zumal ich mit der auch noch auf der frisch gewässerten, und damit schmierigen, Strecke unterwegs war. Die 450er war irgendwo dazwischen, meine Wahl würde somit eindeutig auf die 350er fallen.

Nachmittags wurde dann wieder auf Crossstrecke umgesteckt und die letzten beiden Turns heizte ich wieder mit meiner 690 über den Kurs, die ihre Sache richtig gut macht. Natürlich ist da nicht das feine Handling, die tolle Leistungsabgabe der 350er, sie ist mit den 65 PS deutlich übermotorisiert und hat auch 25 kg mehr auf den Rippen, trotzdem tat das meinem Spaß nicht viel Abbruch und ich hab damit so manchen in der Gruppe herbrennen können.

Um 16 Uhr haben wir dann alles zusammengepackt, die Moppeds aufgeladen, und sind auf der A5 alle Richtung warme Rheinebene gefahren.

Bilder in der Galerie

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Megafete™ 2011 vom 2011-06-10 bis 2011-06-13

Text: tam

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Meine Begegnung mit Gott vom 2011-06-04 bis 2011-06-05

Text: beeze

Moin Gemeinde, alle die glauben jetzt hier einen bekehrten Beeze zu lesen, entspannt euch, ich bin latürnich weiterhin blasphemischer Extrematheist, wie gehabt. Für alle die, die bei dem Thema nicht ganz so loggä sind, besser Kanal wechseln!

November 2010: tam fragt an ob ich Bock hätte beim Endurotraining der Zdjl,akk im Juni 2011 mitzumachen. Ist gerade um die Ecke im französichen Villars, da hat es eine fette Crossstrecke, Supermoto-Gelände und wohl auch eine ansprechende Endurorunde. Instruktoren sind die Herren Lacher (kennt man), Pfefferle (zweimaliger deutscher Enduromeister und local KTM-Dealer) und Smeets. Ja genau der Joel Smeets, 5* facher MX Weltmeister, Superman und Halbgott in einem sozusagen. Also bei der Qualität der Instruktoren sind 175 € für 2 Tage IMHO angemessen, mich mal wieder crustig bewegen wollte ich eh schon lange und ein passendes Mopped habe ich per Zufall auch noch rumstehen, meine in England gekaufte WR450. Also mal zugesagt, den Herrn Hoffmeister bei unserem vorweihnachtlichen Besäufniss auch gerade noch an Bord geholt und dann mal auf Abwarten geschaltet. Ist ja noch rechlich Zeit.

Februar 2011: tam fragt an ob mein Mopped denn schon fertig wäre. Blöde Frage, natürlich NICHT. Aber was soll schon sein, ich habe die 2006 direkt nach der Tunesienrunde (ca 10 km zum Ksar und zurück) und der nachfolgenden MF-Crosserei (ca. 2 km Kiesgrube) ungeputzt in die Garage gestellt, clevererweise die Schwimmerkammer abgelassen und tschüss. Da brauchts vieleicht eine neue Bakterie, mehr nicht. ausserdem fahr ich demnext eh mit meiner Lieblingsdose in die Wüste, da hab ich jetzt keine Zeit um mich um so Kleinigkeiten zu kümmern.

April 2011: tam fragt gerade an ob........ihr wisst schon. Natürlich nicht, ist ja noch lange Zeit, ausserdem habe ich gerade erst die Ducati in der Schweiz iiieglöst (angemeldet, for all non natives), da hat man keine Zeit für solche Kleinigkeiten. Ausserdem ist jetzt fett gutes Wetter, da muss man sich auch mal onroad austoben. Anfang

Mai 2011: tam fragt gerade ....*patsch*, JA NATÜRLICH, ich habe zumindest mal eine neue Bakterie bestellt, nach 5 Jahren Zwischenlagerung im Mopped unter mittelfeuchten Bedingungen hat sich die alte doch glatt allen Ladebemühungen erfolgreich widersetzt. Drecksgelump japanisches!

Anfang Mai und ein bisschen: Ich habe erschüttert festgestellt das Crossklamotten in 5 Jahren ganz entsetzlich eingehen. So sehr das mir ausser Helm, Stiefeln und Knieschoner wirklich nix mehr passt. Nichtmal das Crosstatoo! Gut, ein paar Dealer abgeklappert, hier ein schickes Dainese Protektorenhemd erstanden, da ein paar Handschuh, Hose und Shirt online bestellt, Lieferung Ende Mai. Easy.

Mitte Mai 2011: tam hatte gar keine Chance zu fragen, ich habe den 25 l Wüstentank von alleine demontiert und den serienmässigen 8 l wieder draufgeschraubt. War alles recht easy, alles lag da rum wo ich es vermutet habe. Es hat so seine Vorteile wenn mal alles immer nur in eine grosse Kiste schmeisst, da weiss man wenigstens WO man zu suchen hat. Was mir allerdings seltsam vorkommt, der 25er Tank ist leer. Also komplett, richtig alle. Tja, da werde ich wohl mal mitgedacht haben und vor 5 Jahren auch den Tank entleert haben, Braucht man bei einem Plastefass zwar nicht, aber egal. Dank neuer Batterie springt das Mopped auch ruck zuck an, läuft aber eher sehr unrund, nuja das kann es nach 5 Jahren mal geben, die Tage mal die Kerze wechseln.

Mitte Mai 2011 + ein paar Tage: Mit neuer Kerze auf den Weg Richtung Tiefgarage gemacht. Ein unfeiner Benzingeruch schlägt mir entgegen und da es unter meiner Dieseldose trocken ist, unter der Duc auch, unter der WR aber ein grössere föschter Fleck herumlungert, liegt der Schluss wo nahe, das könnte der Täter sein! Schwimmernadel wohl fest. Na da müssen wir dann wohl mal dran. Noch ein paar Tage später, aber immer noch Mai! Das wird hier im Schummerlicht der Tiefgarage nix, also mal bei den Eltern die Garage mit Licht gebucht, 1 Juni, habe ich eh frei und das ist auch genau ein Tag VOR dem Event, also absolut ausreichend. tam ist allerdings ziemlich unentspannt und würde tatsächlich gegen meinen Expertenrat mit halb abgelatschten MT21 antreten. Gott, diese Endurofrischlinge, haben keine Ahnung von der Wichtigkeit guten Materials. Er hat dann nach Bestätigung durch den Herrn Pfefferle (ja genau den) doch noch auf was halbwegs vernünftiges upgegradet, ein Paar Sixdays. Lassen sich auch alles aufschwätzen diese Newbies. Meine Klamotten werden übrigens erst NACH dem Event geliefert, das ist doof, weil deswegen muss ich mich mit dem grauslichen Zeugs von Prolo gewanden, da hat es wenigstens einen um die Ecke.

1 Juni: Es ist kalt und hat geregnet, ich habe einen Kater und muss den WR Vergaser zerlegen. Boah. Nach weniger als einer Stunde habe ich die Schwimmerkammer runter. Ok, an dieser Stelle werde ich das erste mal etwas unruhig. Die sieht nämlich gar nicht nett aus, eher wie die Windel eines Babys mit Kolik. Also echt nicht schön. Da war wohl der Benzinhahn des 25 l Fasses undicht, das erklärt auch die rätselhafte Ebbe im Tank. Zentimeterhoher grünlich gelber Schlabberschleim im Vergaser von dem nach Reinigung mit Reinigungsbenzin aber nur ein dünner kristalliner Rest übrig bleibt. Die Schwimmernadel und Hauptdüse auch noch gesäubert, alles unter Austossen derbster gotteslästerlicher Flüche über die bescheuerten japanischen Ingenieure wieder zusammengebaut, aufs Knöpchen drücken, orgelorgel..........broah, spratz brommm pratzel.......hmmm das klingt irgendwie noch nicht richtig rund. Und ausserdem seicht sie in schön stetigem Strom den Garagenboden voll. Das ist eher suboptimal, da müssen wir wohl der Tatsache ins Auge sehen dass ich es diesmal mit relaxtem NICHT Vorbereiten übertrieben habe und für morgen/übermorgen kein Mopped habe.

OARSCHKRAMPENFOTZENHURENSCHEISSDRECKDEPPATTAIDOTELDENDER

Das ist die zensierte Version und damit meinte ich mich. Aber es hilft ja nüscht, da muss man durch. tam angerufen, der fantasiert rum von irgendwelchen Händlern fragen, oder Kollegen oder weiss der Kuckuck wen, irgendjemand wird mir wohl ne Kiste leihen. Frischlinge. Niemand wird einen für eine zweitägige Extremendurierung ein Mopped verleihen, wer ist denn schon so blöd! Ok, das wäre dann mal geklärt, des Weiteren versichere ich ihm das ich ihn latürnich trotzdem nach Villars chauffiere und auch vor Ort bleibe, ausser extremedeppat sein habe ich nämlich auch noch eine masochistische Ader hit me, hit me, hit meeee.

Also am nächsten Morgen tam mit seiner 690er aufgesammelt, nach Villars rübergebeamt und uns auf die Suche nach dem Hoffmeister gemacht. Der ist anhand seines Proletenbenz auch sofort ausgemacht, parkieren, abladen und mich grämen. Oder? Passiert da noch was. Wann kommt endlich Gott ins Spiel? Das liebe Kinder erfahrt ihr demnächst im zweiten Teil, wenn ihr Onkel Beeze sagen hört: „Oh Gott, diese Schmerzen“.

Wo waren wir stehen geblieben? Achja, bei „Oh Gott, diese Schmerzen“. Oder besser doch wie wir tams Mopped vom Hänger zerren, Hoffinger begrüssen und das Wetter ziemlich lausig kalt finden. Neben uns parkiert ein schickes grosses aber nicht protziges WoMo mit ebenso schickem aber nicht protzigen Kastenanhänger, Schweizer Kennzeichen, nicht wirklich überraschend, man hat Geld und gibt es auch gerne aus, Schweiz halt. tam, bereits umgezogen verschwindet mal um die Ecke um mit dem WoMobesitzer ein bisschen zu schnacken, kommt 2 min später wieder und meint trocken mit dem Daumen über die Schulter zeigend „Kannsch dem sinni ha“. Häääää? Also mal selber um die Ecke geschaut. Nicht schlecht, ein 450er Husky Supermoto Racer, der Besitzer schon in Leder gewandet. Daneben eine 450er Husky Enduro und im Anhänger noch eine 510er Supermoto auch ready to race, aber die ist noch neu, nur als Backup mitgenommen. Ok, gegenseitig vorstellen, Markus, Beeze, Beeze, Markus. Nett. Der Herr will mir doch tatsächlich seine Enduro für 2 Tage zur Verfügung stellen, weil er nimmt am 2 Tage Supermoto Kurs teil und dann will er noch 2 Tage am freien fahren mitmachen, vieleicht hat er dann noch Bock auf ein bisschen Enduro, deswegen die Enduro dabei. Meinen Pass, Geld, Dosenschlüssel oder zum Beispiel tam oder Hoffinger als Faustpfand zu nehmen will er nicht. Hab ich ihm alles angeboten. Preis? Och, da einigen mir uns am Ende drauf. Ich bin leicht geplättet, aber wenn man geradezu genötigt wird?

Da ich ja durchaus damit gerechnet habe das sich z.B. tam oder Hoffi kampfunfähing stürzen, habe ich mein komplettes Endurogewand dabei in welches ich mich Hals über Kopf stürze. Mit leichter Verspätung am MOTORRAD-Zelt eingetroffen, wo gerade die Instruktoren vorgestellt werden. Bernd Hiemer, Adrien Chareyre und ein mir unbekannter für die SM-Freunde. Bei uns, der Pfefferle, der besagte Herr Smets und dann“ der Didi Lacher musste leider absagen dafür sind wir stolz euch G....DRÖÖÖÖÖHN als Ersatz zu präsentieren“. Dumm wenn man direkt neben dem Gebläse des MOTORRAD-Bogens steht. aber ich dachte er hätte irgendwie G....G....G...ich krieg den Namen nicht raus gesagt. Man sagt ja, der Name Gottes sei unaussprechlich. Und der Typ da vorne sieht definitiv aus wie Gott, das kann ich klar erkennen, seit 6 Monaten trag ich Brille, da entgeht mir gar nix mehr.

Gruppeneinteilung: tam, Hoffinger et moi haben alle für die gemischten gemeldet, das wird bestimmt lustig für mich, 8 Jahre off-road Abstinenz, aber dafür +20 kg Übergewicht zusammen mit zwei Hobbytriathleten. Die brenn ich her! Und was der Hörr Pfefferle so drauf hat wollte ich ja auch schon lang mal wissen, der Kai ist ja auch der local KTM-Dealer, und irgendwann gab es da ja auch mal diesne dunklen Fleck in meiner Motorradhistorie *grusel*. Praktischerweise ist er unser Instruktor für den ersten Tag.

Fürs erste geht es auf eine kleine Waldrunde, single trail, viele Wurzeln, enge Kurven, technisch sauberes Fahren ist angesagt. Logischerweise kuller ich gleich am Anfang mal irgendwo zum Aufwärmen vom Mopped, warmstürzen halt. Dem Hoffi war das nicht mehr geläufig. Kai gibt immer wieder Instruktionen, Stehhaltung, Lenkerzug, Arme usw. nix brandneues, aber es ist schon interessant vom Experten Live feedback zu erhalten. So nach einer Stunde klappt es bei mir eigentlich wieder ganz gut, so etwas wie Flow kommt zustande, läuft gar nicht schlecht. Nach einem Trinkstop, geht es zur Steilauffahrt. Oder was die da so nennen. Das ist nicht mehr als ein mittlerer Hang mitten im Wald zwischen lauter Bäumen durch. Nix gegen die Tagebauschluchten von damals (tm). Also alles einreihen und einer nach dem anderen hoch. Oder es zumindest probieren, denn fast alle dilletantieren da so herum. Da muss mal der Experte ran. Anfahren, beschleunigen, uuups, doch weniger Grip als gedacht, also mehr Gas, aaaaaaaaaaaaah, die Husky reisst ab der Mitte deutlich mehr an als meine 400er WR und auf einmal war da auch Grip..............der Abflug war schon mal nicht schlecht, ein echter Sök, Steilhangwheelie und ab in die Büsche. Mopped liegt latürnich kopfüber, so ghert sich das. Nun kommt also zu dem schon länger quitschenden Lüfter auch erstmal eine ordentliche Vergaser freihusten Qualmwolke dazu. Und dooferweise macht jetzt auch schon die Bakterie klar dass sie wohl kaum die vollen 2 Tage mitspielen wird. Aber ankicken tut sich die Husky doch recht leicht. So nach dem dritten, vierten Versuch schafft es doch jeder aus der Gruppe. die ist wirklich gemischt. Vom wirklich alten Sack, ca ende 60 auf einer 200er MX KTM, der allerdings alle bis auf den Kai in Grund und Boden fährt. Naja, aktiver MotoCrosser in den in den frühen 1970ern. Dann ist da der Typ mit Klapphelm, dicker Allzwecktexjacke, einer 350er Beta, der bei jeder Pause erstmal eine Prise Schnuptabal zieht. Oder die beiden süssen Chicks auf der 250er EXC bzw. WR. Ok, die könnte meine Töchter sein. Achja und die beiden komplett talentlosen auf der 690er Enduro und der 300er GasGas. Aber die schreiben ja sicher auch noch was ;-)

Ok, Mittagspause. Supermarkus ist auch zurück von seinen SM Spielchen, allgemeines Gelaber, ich beichte ihm meine 2-3 Ableger, nix passiert, so what? Der quitschende Lüfter. Ahja, da ist er mal gestürzt und da ist eine Halterung gebrochen und seitdem..........Kabelbinder? Kabelbinder! Kurzes mcguyvern und schon ist Ruhe und wir begeben uns in die Nachmittagssession.

Warmstürzen schon in der Anfahrt, nur so kommt man verletzungsfrei durch so einen Event, ich bin ja keine 20 mehr. Aber wenigstens quietscht der Lüfter nicht mehr. Allerdings geht sie jetzt ab und zu mal ganz unvermutet aus, doof das. Ok, Steilauffahrt eine andere, vorher einen Graben durchqueren, dann hoch zwischen den Bäumen, nicht wirklich lang vielleicht so 50 m, dann U-Turn oben im Kulminationspunkt, Abfahrt 20 m weiter links und dann noch einmal eine nette Schleife durch den Wald mit ein paar kniffligen Wurzelpassagen. Kai machts mal vor. Phuck, das sieht schon sehr spektakulär aus wenn das einer richtig kann, der Typ gast ganz extrem fett an, die Wende oben im perfekten Drift, mit viel Speed und noch mehr Krawall über die Wurzel und zurück das ganze jetzt mal mit richtig Speed. Poser! Ok, wir sind dran. Nach 10 min sind glaube ich 2 dann mal wieder auf dem Mopped stehend vom U-Turn zurückgekommen, beim Rest erledigt das die Schwerkraft. Kurze Debatte, alle sind sich einig, wir sind hier nicht zum Spass da, nix woanders hingehen, das wird jetzt gelernt. Nach längerer Warterei bin ich endlich dran, sauber durch den Graben, den Hang mit schön dezenter Drehzahl im zweiten hoch, U-Turn einschlagen, die Schrägfahrt, passt prima, Kai: „Ja, super, des isch genau.....“ Paff, Motor aus, Rumms, Abflug genau im Scheitelpunkt. Da muss das Mopped auf dem Kopf liegen bleiben und der Fahrer begibt sich in einer leicht erhöhten Flugkurve ins Tal. Kai spendet Szenenapplaus und ich bin das erste mal froh um meinen frisch erworbenen Dainese-Protti mit sehr grossem Rückenschutz. Zumindest das beachtlich Loch im Fahrerhemd auf der Rückseite ist Zeuge meines Einschlags, ich selber habe gar nix abbekommen. Ok, talwärts rollen, durchschnaufen, auf die versagende Bakterie schimpfen und anfangen mir die Lunge aus dem Leib zu kicken. Aber richtig! Weiterschnaufen. tam zuschauen. ja, sauberer Aufstieg, U-Turn gut angesetzt, ein bisserl langsam wohl, dann mal wohl mit + 60 PS ans Gas, die Kiste dreht sich sofort quer und tam schiesst Fullspeed ins Tal. Allerdings nicht auf der geplanten Abafahrt, sondern genau zwischen Auf und Abfahrt. Blöd nur das da a. Kai rumsteht, der bringt isch mit einem Sprung in Sicherheit, und b. halt auch diverse Bäume, und die machen das was so Bäume halt machen, rumstehen. Der Frontaleinschlag in einen Baum bringt tam also mal auf jeden Fall ganz grosse Haltungsnoten, für den amputierten Kotflügel und die zerschmetterte Lampenmaske müssen wir aber ein paar Punkte abziehen. Hoffinger fällt auf dadurch das er nicht auffällt, was war mit dir da los du Tucke? So, nach einer gefühlten Ewigkeit springt die Kiste an, jetzt zeig ich mal wie man den U-Turn macht, schön mit Gas, genau, rund rum, perfekt, prima, 3, 4, 5 mal sicher. Ok, einmal übe ich noch einen tam, aber dank langjähriger Routine verfehle ich Kai, den sein Mopped bergenden tam und auch alle achtlos rumstehenden Bäume, glernt isch halt glernt!

Besprechungsstopp, nächstes Ziel, irgendwo Kurvenbremsen. ankicken, pratzel, paff, paff, paff. Die Fehlzündungen sind eher nicht von schlechten Eltern und hochdrehen über 2 kUmin geht schon mal gar nicht. Das ist eher doof, weil so lässt es sich nicht fahren und es das letzte ist was man mit eien geliehenen Mopped haben will. Also Standgas auf höchstmöglich gedreht und dann mit dem Mopped über den Eingangstrail rausgerollt. Dabei der Profigruppe mit dem Hörnn Smets an der Spitze geisterfahrend entgegengekommen, grosse Bespassigung auf allen Seiten. Fahrerlager, Supermarkus macht auch gerade Pause, wir rätseln mal rum, klar ist Zündung oder irgendwas was damit zusammenhängt. Hauptsicherung ist durchgebraten. Ha, das war einfach. Ersetzt, probefahren, läuft, mich wieder gewanden und auf die suche nach meiner Gruppe gemacht. Ungefähr 200 Meter weit, dann gehts wieder los. Zurückrollern, Frust. Markus geht wieder fahren und ich suche mal den Service von der Zdjl,akk auf. Hauptsicherung ist wieder durch, gemeinsames Fluchen über den Kabelverhau, der zusätzlich noch um einen GPS und Tripmasterversorgung erwitert wurde. Also das mal alles abhängen und isolieren, Sicherung wexln, Probefahrt, jetzt viel länger, läuft. Gut, gewanden, Gruppe suchen gehen, paff, läuft nicht mehr. Alles wieder zurückkrauchen. An solchen Punkten kommt mir dann immer mein Lieblingsbuch in den Sinn, „Is it only me or is the whole world shit?“. Eine echte Empfehlung! Wieder zurück zum Service. Da wird es jetzt eher etwas traumdeuterischer, Tank runter, den komplett ungeölten Luffi bemängelt, festgestellt das die Jungs keinen passenden Kerzenschlüssel haben, hab aber ich, in der Dose, die steht aber 500 m weit weg, trotzdem holen, autsch, der MOTORRAD-Typ hat sich gerade die Finger am Lüfter verbrannt. ???? Wieso ist der fucking Lüfter brülleheiss, wo das Mopped doch schon bald 30 min steht. Und wieso ist er blockiert.........Ok, an dieser Stelle höre ich schon das allgemeine, istdochklarman, und auch uns wird es ruckzuck klar. Durch McGuyverung hat der Lüfter gar nimmer gedreht, als der Lüfter dann zuschalten wollte ging die Hauptsicherung über den Jordan, daraufhin saugt der Lüfter erst die Bakterie leer und sorgt dann dafür das die Zündspule unterversorgt wird. Einfach das. Also Lüfter amputiert, Kerze gewexlt (die sah echt nimmer gut aus), Schwimmerkammer entölt, probefahren, läuft. auf die Suche nach meiner Gruppe machen brauch ich mich jetzt auch nicht mehr, die sind nämlich zurück, die letzten 60 min ist freies Fahren angesagt. tam färt sich auf der an unser Lager angrenzenden Kindercorssstrecke schwindlig, ich gesell mich dazu, cool, die ganze Strecke für uns.

Leider wird aus der Herbrennung von tam nix, der Typ ist einfach zu schnell. Ich kann nach längerem Einfahren und Erholungspause mal gerade so eben auf ein – zwei Chaosrunden folgen, dann ist er weg. Sehr beeindruckend. Der Typ fährt das erste mal auch einer Crossstrecke, da ist es völlig egal das es „nur“ die Kindercrossstrecke ist, die hat zwar eher nur bescheidene Hupferle, aber viele enge, mit schönen Anliegern versehene Kurven, da muss man ganz sauber fahren. Reschpeggt!

Am Abend dann das übliche Gelaber, alle ein bisschen rumnosken, 2 Bier getrunken und dann sehr zeitig in die Falle. Spätestens da wusste ich das ich a. alt geworden bin und b. eifrig trainieren sollte. Und das werde ich jetzt auch tun.

Ach,ihr wartet noch auf Gott? Der kommt demnächst, im dritten Teil, wenn sie Onkel Thorsten wieder sagen hören: „Hurenoarschkrapfenscheisskisteichzündichandudrecksbock“ Versprochen.

Also so ganz ausgeruht wache ich nach einer Nacht im Landi auch nicht auf, so ne Isomatte ersetzt halt doch kein Bett und die Strecke befindet sich direkt an der Autobahn Mulhouse-Paris. A little bit noisy, wie die Tommies zu sagen pflegen. Aber dafür sind die „Ohgottdieseschmerzen“-Schmerzen recht moderat, das hatten wir schon schlimmer, vom Extreme-Nosking noch keine Spur.

Kleines Frühstückchen im Zdjl,akk-Zelt, „he haste schon gehört wir haben heute einen anderen Instruktor, der G“....PRAPPPRAPPPRAPPBRÜLLBRÜLLBRÜLL... verdammt, warum muss da einer seine DC-Gedächtnis-Akrapovich-520er Kantn genau neben dem Zelt warmlaufen lassen, Deppata!

Gut, Moppeds holen, zum grossen Sammelplatz fahren und schauen wo jemand mit der 4 rumwinkt, das ist unsere Gruppe. Ah, der Typ mit der Beta ist es. Das wird lustig wenn der unser neuer Instrukor ist, der war gestern nämlich schon platt *g* und so ziemlich auch der einzige Fahrer der GAAANZ sicher langsamer war als ich. So sammelt man sich im frühen Morgenwinde, die Gesichter teils ziemlich verknautscht, da hat wohl der ein oder andere auch eher schlecht genächtigt. Und nun stehen wir rum auf dem Totenschiff und warten dass der Hörr Instruktor auftaucht. Die anderen Gruppen um uns herum betreut von den Herren. Pfefferle, Weissnichtmehr und Smets lassen bereits ihre Motoren warmlaufen, es wird ein bisschen hektisch und wir warten immer noch. Garrgll, was ist denn das für eine Orga hier, ich werd die verklagen! Plötzlich lässt das Gebrülle der Motoren nach, eine friedvolle Ruhe legt sich über den Platz. Der Himmel reisst auf, doch nur ein einzelner Sonnenstrahl blinzelt auf den gesamten Planenten herunter (einfach an die Hollywood-Historienschinken denken, dann habt ihr das entsprechende Bild). Die Menschenmenge die uns umgibt teilt sich, wie auf ein geheimes Kommando öffnet sich eine Gasse, an deren Ende ein gleissendes Licht! Harfenklänge! Ok, hier wird es unglaubwürdig, es ist wohl doch eher das Singen der LKW Reifen von der Autobahn. Doch durch das Licht schreitet eine eher kleine, kompakte Gestalt. Mist, Gott trägt KTM-Klamotten, ich wusste es. Und dann spricht er zu uns. Mit auffallend starkem italienischem Aktzent in seinem Englisch (bitte immer entsprechend untermalen!). „Cioa, I’m Giovanni. Giovanni Sala“.

Ca. 10 min später wache ich aus meiner Ohnmacht auf, man sagt ja das soll etwas überwältigend sein wenn Gott mit einem spricht, und ehrlich, das ist es! Nachdem Gott seine Schäfchen um sich geschart hat, lässt er ihnen die Gebote für den kommenden Tag zukommen. „Now we go to the Moto-Cross track. Do some äää exercises. We are here to have some fun! Relax.“

Der Hörr Hoffinger macht sich endgültig zum Affen als er versucht sich mit Gott ablichten zu lassen. Vermutlich wird er für diese Blasphemie ein paar zehntausend Jahre Fegefeuer erhalten, diese Jugend heutzutage.

Ja denn, es folgt eine Instruktionsrunde an einem der etwas steileren Hänge, mal nicht ablegen oder umkehren, sondern einfach anhalten und Mopped nur mit Gas und Kupplung im Steilhang halten und wieder anfahren. Geht ganz gut und ist auch viel weniger materialmordend als es sich anhört. Fast alle schaffen das auf Anhieb, wohl auch deshalb weil ihnen die göttlichen Worte in den Ohren klingen, „Remember, the clutch controls the power of the bike“. Nie habe ich süssere Worte gehört. Danach ein bisschen Steilwandbraten, hah, das kann ich! Und dann kleines Sprungtraining an einer Welle im Steilhang. Das ging vor 8 Jahren doch erheblich spektakulärer, aber da ist halt das eine oder andere britische Pfund hinzugekommen und so ein ganz kleines bisschen merkt man auch den Mangel an Routine.

Wenn ihr schon mal in freudestrahlende Kinderaugen geschaut habt wenn sie zu Weihnachten genau ihr lang begehrtes Lieblingsspielzeug geschenkt bekommen haben, dann habt ihr eine ungefähre Vorstellung davon wie tam gestrahlt hat als er von seinem ersten kontrollierten Sprung zurückkam. Ich muss aber auch zugeben, der Sprung war auch nahezu perfekt, schön parallel zum Hang, kontrollierte Landung, alles bestens. Noch ein paar Wochenenden mehr, dann wird es sicher auch mal ääääh, ein bisschen weiter :-) .

Dann wird an einer der Auslaufzonen der Strecke noch ein bisschen Steilwandkurvenfahren geübt, bergabspringen, lauter Kleinigkeiten, aber alles unter göttlicher Anleitung. Der Typ ist einfach der Hammer, komplett unkompliziert, immer einen kleinen Joke, sich jeden mal rausfischend um ihn auf dies oder das aufmerksam zu machen, einfach göttlich. Vor der Mittagspause gibt es dann noch eine besondere Lektion, Steinüberklettern. Da hat Gott wohl einfach mal schnell einen Sünder, vermutlich einen BMW-Fahrer oder sonstigen Perversen, in einen gewöhnlichen, gut basketballgrossen Stein verwandelt. Und über den sollen wir jetzt rüberklettern. Aber nicht im gewohnten ballistischen Sonntagscrosserstil, sondern göttlich. Deswegen macht er das auch mal schnell vor. Langsam ranrollern an den Stein, kurz Bremse ziehen, dann ein kleiner mit 2 Finger Kupplungsunterstützunggastoss, das Vorderrad hebt nur genau die nötigen 30 cm ab und schwebt über das Hinderniss. Easy. Wie sich das für Gott gehört, zeigt er das ganze dann auch noch einmal einhändig und danach im Racespeed. Sehr krass. Die folgenden 30 min verbringen 15 Endurofahrer damit zu versuchen das Vorderrad schön kontrolliert 30-50 cm anzuheben. Herauskommen ein paar spektakuläre Wheelies; „Aaaa no, thats much to high, we do no Supercrrross!“, ballistisches auf den Stein einschlagen „Mama mia, your front wheel!“, aber meist gewinnt einfach die Gravitation und das Vorderrad verharrt schweigend auf dem Boden. Vermutlich weil es ein verwandelter BMW-Fahrer ist schaffe ich es mein erfolgreiches Wheelie genau so zu timen dass ich mit dem Vorderrad genau AUF dem Stein einschlage. Take that Beemer!

Am Nachmittag steht dann die Kindercrossstrecke auf dem Programm. Gott gefällt das eigentlich gar nicht, er würde lieber im Wald spielen, schliesslich ist er ein Endurogott, fürs Moto-Kreuzigen sind ja eigentlich andere zuständig. Aber man muss auch zugeben dass das vermitteln von Lerninhalten mit anschliessender fahrerischer Umsetzung auf dem Track einfacher ist als im Wald. Und göttlich wie er ist, schafft er es uns auch hier viele nette kleine Tricks zu zeigen und beizubrigen. „Take your room!“. Gegen Ende der Nachmittagssession liefern tam, Hoffinger und meinereiner uns ein kleines, mehrere Runden dauerndes Privatrennen, die anderen Teilnehmer hängen doch schon etwas in den Seilen. Immer wieder erstaunlich was so ein bisschen Rivalität doch noch an Kräften freisetzen kann. Hoffinger allerdings entehrt diesen Gottesdienst dadurch, dass er tam durch abkürzen, aka absichtliches verlassen der Strecke, herbrennt. Doch die Strafe ist ihm gewiss. Denn selbt wenn Gott es nicht gesehen hätte, mein Beschimpfungsschwall „Elende Schwuchtel, du Tucke, feige Sau, etc.“ lässt nicht nur die anderen Kursteilnehmer etwas irritiert zu uns rüberschauen, auch Gott kommt vorbei und legt Trost spendend seinen Arm um meine sterblichen, aber im Moment eher schmerzgepeinigten Schultern. „I have ssseen everyssing.“ Tja Hoffi, das macht dann mal noch ein paar Ewigkeiten extra *e.g*

Der Event klingt aus mit 2 Runden auf dem grossen Endurokurs, leider ist die Anzahl an Jüngern auf inzwischen fast 30 Leute angwachsen, so ist der Spass etwas eingeschränkt. Was bleibt ist der Eindruck eines wirklich gottbegnadeten Fahrers und Instruktors, aber vor allem auch eines Menschens, der trotz seines unglaublichen Erfolgs so herzlich und natürlich ist, da bleibt eigentlich nur der Schluss, das muss Gott sein. Zum Schluss übergebe ich Supermarkus noch seine Husky, wir einigen uns auf eine äusserst faire Entschädigung, herzlichen Dank auch noch mal an ihn, ich hätte wirklich ein geniales WE verpasst, DANKE.

Ganz zum Schluss, entern wir den Landi, stöpseln geballte Orientierungpower in Form von tams Navi ein und verfahren uns konsequenterweise nur 2 mal auf einer Strecke die wir beide sonst blind und total bekifft fahren könnten. So, mehr gibts nicht, Akku leer. Ah doch eins noch! Wann treffen wir uns eigentlich mal von [ENDURO] wieder um gepflegten Altherrenspass zu haben?

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Erdbeer-Tiramisu am 2011-03-27

Text: tam

Nachdem ich vor zwei Wochen, sozusagen inoffiziell, schon mal bei Mounty zum Kuchenessen war, trafen wir uns heute auf Einladung in Hasel zur Kuchenverkostung. Hans holte mich pünktlich ab, Jürgen treffen wir am Haldenhof, dann weiter auf dem üblichen Weg zu Mounty. Leider waren die Straßen immer mal wieder nass, so dass wir relativ vorsichtig unterwegs waren. In der guten Stube standen fünf Kuchen und, zum ersten mal am Start, ein Erdbeer-Tiramisu.

Wie immer serviert uns Mounty nur Top-Qualität, wir raten ihm den Job hinzuwerfen und eine Café zu eröffnen. Beim Scheune Umbauen helfen wir natürlich.

Überhaupt, der GGK (Gummi-Gaumen-Koeffizient = Fahrspaß * Gaumenfreude) ist aus meiner Sicht hier schon sehr hoch. Die Strecke von mir zu Mounty ist extrem gut, leicht zu variieren und bietet die Möglichkeit den einen oder anderen bst unterwegs persönlich zu treffen. Ähnliche GGK bieten zum Beispiel Hexenloch und Traudels Café, Badenweiler-Utzenfeld-Wieden mit Café Decker oder einfach über div. Umwege zum Germ und Fleisch™ frisch gegrillt vom Weber verdrückt.

Heimfahrt über eine der oben angesprochenen Variationen, in diesem Fall das kleine Wiesental, und grad noch rechtzeitig vor dem Regen den Töff zu Hause in die Garage gestellt.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Flums 2011 vom 2011-01-21 bis 2011-01-23

Text: tam

Bilder in der Galerie

Zurück zum Inhaltsverzeichnis